25/2/2009

2009, ein entscheidendes Jahr für Parc Adula

2009 ist ein entscheidendes Jahr für das Nationalparkprojekt Parc Adula. Jahresziele dieses Nationalparkprojekts im Grenzgebiet der beiden Kantone Graubünden und Tessin sind der Abschluss des Managementplans sowie das Vernehmlassungsverfahren und die Genehmigung durch die zuständigen Behörden der Gemeinden und Kantone. Anschliessend, das heisst im Januar 2010, soll das Dokument dem Bund zur Prüfung im Hinblick auf die folgende “Errichtungsphase” dieses Nationalparkprojekts eingereicht werden.

Aber schauen wir uns zunächst die wichtigsten Etappen 2009 an. Im Frühjahr, nach der Vereinsversammlung vom 25. März in der regioViamala (in Splügen), wird sich der Leitungsausschuss des Projekts in den verschiedenen Regionen mit den Präsidenten der potentiellen Parkgemeinden treffen und es werden öffentliche Veranstaltungen für die Bevölkerung des Parkgebiets stattfinden. In den Monaten April und Mai beginnt die Vernehmlassung zum Projekt bei den Gemeindebehörden; der endgültige Entwurf des Managementplans wird Ende Sommer 2009 zur Verfügung stehen.

Nach der zweiten Vereinsversammlung, die im September abgehalten wird, wird der Inhalt des in der Zwischenzeit weiter entwickelten Managementplan in den verschiedenen Regionen nochmals der Bevölkerung vorgestellt. Auf Ende Oktober wird als entscheidender Schritt die Zustimmung der Gemeindebehörden erwartet. Der Monat November ist ebenso wichtig, den jetzt wird das Dokument, an welchem der Leitungsausschuss und die Projektleitung während fast zwei Jahren gearbeitet haben, den kantonale Behörden Graubündens und des Tessins unterbreitet.

Die zuständigen Amtsstellen in Chur und Bellinzona werden den Managementplan im Januar 2010 dem Bundesamt für Umwelt, BAFU, einreichen, die das letzte Wort haben, bevor die konkrete Errichtungsphase des Parc Adula beginnen kann. Während dieser dritten und letzten Vorbereitungsphase, die maximal acht Jahre dauern darf, werden Strategie und Betrieb des künftigen Parc Adula weiter entwickelt. Den Abschluss dieser Phase bildet die Volksabstimmung in allen beteiligten Gemeinden.

Die wichtigen Termine 2009 sind Teil der zweiten Vorbereitungsphase eines Nationalparks. Es handelt sich um die so genannte “Projektierungsphase”, während welcher eine Managementplan erarbeitet werden muss. Dieses Dokument vertieft die Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2006 und beinhaltet vier umfassende Kapitel: die Beschreibung des Gebiets mit seinen ökologischen, sozioökonomischen und kulturellen Besonderheiten, die Betriebsstrategie mit der Definition der verschiedenen Zuständigkeiten, die Projektplanung sowie das Budget und den Finanzplan der Errichtungsphase mit einer ersten Schätzung der Betriebskosten.