Parc Adula Zugangstor
Lieber Herr Devittori, jede der 20 Gemeinden und jede der 5 beteiligten Regionen stellen effektiv Zugangstore zum Parc Adula dar. Jede Region kennzeichnet sich durch unterschiedliche Eigenschaften: Das Bleniotal (aus Ihrer Mail entnehme ich, dass sie aus Blenio stammen) befindet sich nur wenige Kilometer von der Autobahnausfahrt einer der wichtigsten Verkehrsadern Europas. Zudem befindet es sich wenige Kilometer von der geplanten Station Bellinzona auf der zukünftigen Hochgeschwindigkeitslinie Alptransit. Durch diese und andere Aspekte wird der Zugang zum Parc Adula vom Bleniotal aus sehr interessant.
Andere Regionen bieten andere Möglichkeiten: Die Surselva wird von einer absoluten Ikone des Schweizer Tourismus überquert – dem Glacier Express, der zwei touristische Ortschaften globaler Bekanntheit wie St. Moritz und Zermatt verbindet; das Moesatal und das hintere Rheintal werden von der A13 überquert und sind durch schon bestehende touristische Angebote gekennzeichnet (Viamala, Splügen, San Bernardino).
Diese Eigentümlichkeiten müssen dann analysiert werden, um die notwendigen Infrastrukturen auf dem Gebiet verteilen zu können. Diese Planung kann nur in enger Zusammenarbeit mit den kommunalen und regionalen Behörden sowie mit anderen beteiligten Einrichtungen erfolgen.
Diesbezüglich wurde noch keine Entscheidung gefällt. Es wird die Möglichkeit von 5 gleichwertigen Toren diskutiert (eines in jeder Region).
Dabei müssen nicht nur die Infrastrukturen für die Aufnahme der Gäste verteilt werden, sondern auch die Standorte der Verwaltungsbüros, der operativen Büros, sowie jene für die wissenschaftlichen Forschungsaktivitäten innerhalb des Gebiets des Parc Adula.
Ich möchte unterstreichen, dass es während dieser Phase (2011–2015) nicht geplant ist, neue Inftrastrukturen zu bauen (zuerst muss das Volk entscheiden). Sicherlich werden jedoch die notwendigen Diskussionen und Verhandlungen mit allen Beteiligten – an erster Stelle mit den kommunalen und regionalen Behörden – beginnen.
Das Marketing des Parc Adula wird keine Unterscheidungen machen und wird jede Region in gleicher Weise unterstützen. Eine erste wichtige Marketingstufe ist durch ein strategisches Abkommen gesichert, welches das Netzwerk Schweizer Pärke mit Schweiz Tourismus unterzeichnet hat. Dieses Abkommen sieht die Promotion des Parc Adula auf nationaler und internationaler Ebene vor.
Der Parc Adula wird auch selber spezifisch sein Markenzeichen promoten und all jene – aktuellen und zukünftigen – Initiativen unterstützen, die im ganzen Gebiet stattfinden werden und Ziele nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung verfolgen: Produkte, Dienstleistungen, touristische und sportliche Angebote, wissenschaftliche und erzieherische Forschungsaktivitäten.
Damit hoffe ich, Ihre Fragen beantwortet zu haben.
Freundliche Grüsse
Stefano Quarenghi

